Gebärmuttergeschwülste aushungern: Radiologen präsentieren erste Langzeitergebnisse einer neuen Methode

Dipl. Biol. Barbara Ritzert

Pressearbeit
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
02.05.2005

Seit einigen Jahren steht zur Behandlung gutartiger Gebärmuttertumoren eine neue Therapieoption zur Verfügung: Bei dem Embolisation genannten Verfahren drosseln Radiologen die Nährstoffversorgung der Geschwulst durch eine minimal-invasive Behandlung. Nun präsentieren Experten auf dem Deutschen Röntgenkongress erste Langzeitergebnisse dieser noch neuen Methode. Ein wichtiges Resultat: Frauen, welche sich dieser Behandlung unter-zogen haben, würden sie ihrer besten Freundin weiterempfehlen.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

Durch Myomembolisation die Gebärmutter erhalten

Neue Webseite klärt über eine Alternative zur Gebärmutterentfernung auf

Braunschweig – Jährlich verlieren rund 150.000 Frauen in Deutschland ihre Gebärmutter durch eine operative Entfernung. Grund sind Myome. Nach Ansicht von Metin Cikar von State-of-the-Art Consulting and Marketing kann bei fast jeder zweiten Frau die Gebärmutter durch Anwendung der Myomembolisation gerettet werden. Bei der Myomembolisation handelt es sich um eine spezielle Methode zum Entfernen von Myomen. Um über das Thema aufzuklären, hat Katzer die Webseite www.myomembolisation.com ins Leben gerufen.

Metin Cikar erklärt seinen Ansatz: „Als OP-Krankenpfleger habe ich erfahren, wie sehr die Frauen nach einer Entfernung der Gebärmutter leiden. In Deutschland ist die Myomembolisation leider noch nicht so stark verbreitet wie in anderen Ländern. Sie ist eine sinnvolle Alternative, Myome zu behandeln und zugleich die Gebärmutter zu erhalten. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, durch Aufklärung und Information den Frauen beim Vorliegen von Myomen, die Gebärmutter erhalten zu helfen.“

Etwa jede vierte Frau muss ab einem Alter von 30 Jahren mit dem Auftreten von Gebärmuttermyomen rechnen. Bei diesen gutartigen Tumoren handelt es sich um vereinfacht gesagt um Muskelwucherungen. Es gibt bei Frauen keine anderen gutartigen Tumore, die häufiger auftreten. Rund 25 Prozent der betroffenen Frauen leiden unter Beschwerden wie verlängerte und sehr starke Regelblutungen durch die Myome. Am Ende steht bei rund 150.000 Frauen jährlich das Entfernen der Gebärmutter.

Die Myomembolisation ist nicht in allen Fällen ein Allheilmittel, aber bei einer großen Zahl von an Myomen leidenden Frauen kann ein solcher minimal-invasiver Eingriff eine schonende Alternative zur Gebärmutterentfernung sein. Dabei wird ein Katheter in die Arterie geführt, die die Myome mit Blut versorgen. Die Zufuhr wird durch Injektion von winzigen Kunststoffpartikeln unterbrochen und die Myome schrumpfen in der Folge. Michaela Katzer möchte mit ihrer Webseite über die noch relativ junge Behandlungsform Myomembolisation aufklären, die in Deutschland erst seit 2000 genutzt wird und vielen Frauen die psychologischen Folgen nach einer Gebärmutterentfernung ersparen kann.

Über State-of-the-Art Consulting and Marketing
Metin Cikars Agentur State-of-the-Art Consulting and Marketing betreibt verschiedene Webseiten. Einen Schwerpunkt setzt die ausgebildete Krankenschwester im Bereich medizinischer Themen und mit Domains aus dem Gesundheitsbereich.

Pressekontakt

State-of-the-Art Consulting and Marketing
Metin Cigar
Wolfenbütteler Str. 41
38124 Braunschweig
Tel.: 0180 3636496
E-Mail: info@the1st.co
Web: s-o-t-a.de

 

Myomembolisation – Reportage mit einer Patientin

Myomembolisation – aus der Sicht einer Patientin

myomembolisation-100-130x150
Myomembolisation in einer TV-Reportage

Eine Patientin erzählt ihre Geschichte über den Erfolg der bei ihr durchgeführten Myomembolisation im Hinblick auf durch Myome verursachten Symptome.

Mit freundlicher Genehmigung von BVMed, Aktion MEDITECH

Langzeitergebnisse nach Myomembolisation

Abstract

Myome sind die häufigsten gutartigen soliden Tumoren des weiblichen Genitaltrakts im reproduktiven Alter. Bei klinischen Beschwerden stellt die Uterusarterienembolisation (UAE) zur Therapie des symptomatischen Uterus myomatosus einen fest etabliertes Verfahren dar, das mit viel versprechenden Langzeitergebnissen aufwarten kann. Im Vordergrund der Abschätzung eines lang andauernden Therapieerfolgs nach UAE stehen weniger die Volumenreduktion eines dominanten Myoms bzw. des gesamten Uterus nach der Behandlung, sondern vielmehr die Besserung oder das völlige Verschwinden der von der Patientin initial vor der UAE angegebenen (myombedingten) Beschwerden. Neben einer hohen technischen Erfolgsrate und geringen perioperativen Komplikationsrate führt die fachkundig durchgeführte UAE sowohl im Kurz- als auch Langzeitverlauf zu einem hohen Maß an Patientenzufriedenheit (>87%), verbunden mit einer deutlichen Symptombesserung (>81%). Über eine Reintervention (in bis zu ca. 18% der Fälle) im Sinne einer erneuten UAE oder einer operativen Maßnahme sollten die Patientinnen allerdings im Vorfeld aufgeklärt werden.

DER RADIOLOGE
Volume 48, Number 7, 660-665, DOI: 10.1007/s00117-008-1675-0
Quelle: http://www.springerlink.com/content/a340139882108207/